Es gibt Situationen im Alltag, da merkt man: Das Thema ist nicht das Kind und auch nicht man selbst. Sondern etwas dazwischen. Ein Verhalten, das immer wieder auftaucht oder eine Situation, die sich festfährt. Und dieses Gefühl, dass die üblichen Reaktionen hier nicht wirklich weiterhelfen, obwohl man Erfahrung hat und eigentlich weiß, was man tut.
Am Ende des Tages bleibt dann manchmal ein ungutes Gefühl zurück. Du hast viel geregelt, viel eingegriffen, viel ausgehalten. Du hast reagiert, statt wirklich zu begleiten. Und obwohl du ständig bei den Kindern warst, fühlt es sich an, als wärst du nicht wirklich im Kontakt gewesen.
Vielleicht fragst du dich abends: „War das heute eigentlich gute pädagogische Arbeit?“
„Warum fühlt sich das so anstrengend an, obwohl ich doch weiß, wie es gehen sollte?“
Manchmal entsteht der Eindruck, dass man mehr korrigiert als stärkt, mehr verhindert als begleitet, mehr aushält als gestaltet. Und das zerrt. Nicht nur an der Energie, sondern auch am eigenen Selbstverständnis als Fachkraft.
„Wirksam begleiten“ setzt genau hier an. Bei deinem Erleben im Alltag und nicht bei deinem Wissen.